Last updated 16/01/08

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HOW IT ALL STARTED

Anfänge 1882: Spirit Yelling als Männerdomäne
Angefangen hat alles 1882 während eines Footballspiels an der Princeton University, als der erste yell das Phänomen Cheerleading zum Leben erweckte. Ein junger Mann namens Thomas Peebles, ein Absolvent aus Princeton, trug diesen Ruf im Jahre 1884 an die University of Minnesota. Cheerleading fand dort seine Geburtsstätte. Einer der Cheerleader, Johnny Campbell, war so mitgerissen, dass er aus dem Publikum sprang und sich vor die Menge stellte und die Rufe zu "leiten". Es stellte sich heraus, dass man so effektiver war, als wenn jeder alleine sich als Fan der Mannschaft zu erkennen gab. So wurde eine Gruppe von sechs Männern zusammengestellt, die an der Seitenlinie stand und als yelling captains die Anfeuerungsrufe des Publikums effektiv koordinierten. Cheerleading (damals noch spirit yelling) entstand als reiner Männersport!

Um 1920 wurde es lauter
Um 1920 kamen Trommeln und andere Krachmacher hinzu, um das Dargebotene noch zu unterstreichen oder abwechslungsreicher zu machen. Als Football immer populärer wurde, erlebte auch das Cheerleading wachsende Beliebtheit. Aber weiterhin bleibt die Cheerleading eine reine Männersache.

Ab 1940: Aus Hosen werden Röcke und Herkie Herkheimer verändert Cheerleading
Die nächste große Veränderung kam in den 40er Jahren. Der 2. Weltkrieg brachte den Wechsel von Hosen zu langen Röcken. Männer wurden in den Krieg abgezogen, und Frauen eroberten neben Baseballuniformen auch das Cheerleading. Als der Krieg beendet war, durften die Frauen bleiben. Jedoch gab es eine strikte Teilung- die Männer machten immer die akrobatischen und gymnastischen Elemente, und die Frauen durften tanzen.
1948 gründete Lawrence "Herkie" Herkheimer kam auf Idee, die Kunst des Cheerleading auf sogenannten summer camps zu unterrichten. Er gründete die National Cheerleading Association (NCA), die erste Organisation dieser Art. Einige weitere folgten wenig später. "Herkie" leistete noch weitere Beiträge in der Entstehung der Sportart, so ist unter anderem ein Sprung nach ihm benannt.

Die 60er und 70er Jahre: Die Pompons werden erfunden und Cheerleading wird professioneller
In den 60ern wurde die wohl wichtigste Erfindung im Cheerleading geschaffen- die Pompons! Die NCA benutzte damals zuerst Pompons aus Papier. Doch als man merkte, dass sich Regen und Papier nicht vertragen, stieg man um auf Kunststoff. Heute gibt es sie in fast allen Farben und Größen, je nach Geschmack und Verwendungszweck. Ebenfalls in den 60ern gab es mit den Baltimore (heute Indianapolis) Colts das erste Cheerleading Profi-Team der Geschichte.
1972 beauftragte Tex Schramm, General Manager der Dallas Cowboys, die ehemalige Broadway-Tänzerin Texie Waterman, etwas ganz neues, etwa "Broadway-Style" Jazz dance- Unterhaltung mit den professional cheerleaders zu kreieren.
1976, beim Super Bowl X, errangen die Dallas Cowboys cheerleader einen solchen Erfolg, dass nun jedes Pro-Team nachzog, und sein eigenes Team aus talentierten jungen Damen zusammenstellte, die an den Seitenlinien der Stadien und auf dem Feld für Unterhaltung sorgten- das war, was das Publikum sehen wollte.
Der Erfolg war enorm. Grosse Zuschauermengen, TV-Auftritte und media hype total. Heute gibt es nur noch wenige Ausnahmen unter den Profi-Teams, die noch "traditionelle" stunts zeigen. Die anderen sind just "dancing cheerleaders".
In den späten 70er Jahren wurden auch die alljährlichen high school und college Meisterschaften im Cheerleading eingeführt.


80er Jahre: Cheerleading als internationale und anerkannte Sportart- auch in Deutschland

Seit den 80er Jahren ist Cheerleading als Sportart offiziell anerkannt und verfügt über ein festes Regelwerk.
Mit den ersten Football-Teams wurde auch das Cheerleading in Deutschland populär. In den 90ern startete der Boom und viele neue Teams formten sich. Diese Tendenz ist heute immer noch zu beobachten. Cheerleading ist eine Sportart, die sich zwar nicht ständig neu erfindet, aber stets neue Trends aufgreift - ohne aber das "Erbe" der Geschichte und die Bedeutung des "Spirit" zu vergessen. Und das mittlerweile weltweit.

 

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