
HOW
IT ALL STARTED
Anfänge
1882: Spirit Yelling als Männerdomäne
Angefangen hat alles 1882 während eines Footballspiels an
der Princeton University, als der erste yell das Phänomen
Cheerleading zum Leben erweckte. Ein junger Mann namens Thomas
Peebles, ein Absolvent aus Princeton, trug diesen Ruf im Jahre
1884 an die University of Minnesota. Cheerleading fand dort seine
Geburtsstätte. Einer der Cheerleader, Johnny Campbell, war
so mitgerissen, dass er aus dem Publikum sprang und sich vor die
Menge stellte und die Rufe zu "leiten". Es stellte sich
heraus, dass man so effektiver war, als wenn jeder alleine sich
als Fan der Mannschaft zu erkennen gab. So wurde eine Gruppe von
sechs Männern zusammengestellt, die an der Seitenlinie stand
und als yelling captains die Anfeuerungsrufe des Publikums effektiv
koordinierten. Cheerleading (damals noch spirit yelling) entstand
als reiner Männersport!
Um
1920 wurde es lauter
Um 1920 kamen Trommeln und andere Krachmacher hinzu, um das Dargebotene
noch zu unterstreichen oder abwechslungsreicher zu machen. Als
Football immer populärer wurde, erlebte auch das Cheerleading
wachsende Beliebtheit. Aber weiterhin bleibt die Cheerleading
eine reine Männersache.
Ab
1940: Aus Hosen werden Röcke und Herkie Herkheimer verändert
Cheerleading
Die nächste große Veränderung kam in den 40er
Jahren. Der 2. Weltkrieg brachte den Wechsel von Hosen zu langen
Röcken. Männer wurden in den Krieg abgezogen, und Frauen
eroberten neben Baseballuniformen auch das Cheerleading. Als der
Krieg beendet war, durften die Frauen bleiben. Jedoch gab es eine
strikte Teilung- die Männer machten immer die akrobatischen
und gymnastischen Elemente, und die Frauen durften tanzen.
1948 gründete Lawrence "Herkie" Herkheimer kam
auf Idee, die Kunst des Cheerleading auf sogenannten summer camps
zu unterrichten. Er gründete die National Cheerleading Association
(NCA), die erste Organisation dieser Art. Einige weitere folgten
wenig später. "Herkie" leistete noch weitere Beiträge
in der Entstehung der Sportart, so ist unter anderem ein Sprung
nach ihm benannt.
Die
60er und 70er Jahre: Die Pompons werden erfunden und Cheerleading
wird professioneller
In den 60ern wurde die wohl wichtigste Erfindung im Cheerleading
geschaffen- die Pompons! Die NCA benutzte damals zuerst Pompons
aus Papier. Doch als man merkte, dass sich Regen und Papier nicht
vertragen, stieg man um auf Kunststoff. Heute gibt es sie in fast
allen Farben und Größen, je nach Geschmack und Verwendungszweck.
Ebenfalls in den 60ern gab es mit den Baltimore (heute Indianapolis)
Colts das erste Cheerleading Profi-Team der Geschichte.
1972 beauftragte Tex Schramm, General Manager der Dallas Cowboys,
die ehemalige Broadway-Tänzerin Texie Waterman, etwas ganz
neues, etwa "Broadway-Style" Jazz dance- Unterhaltung
mit den professional cheerleaders zu kreieren.
1976, beim Super Bowl X, errangen die Dallas Cowboys cheerleader
einen solchen Erfolg, dass nun jedes Pro-Team nachzog, und sein
eigenes Team aus talentierten jungen Damen zusammenstellte, die
an den Seitenlinien der Stadien und auf dem Feld für Unterhaltung
sorgten- das war, was das Publikum sehen wollte.
Der Erfolg war enorm. Grosse Zuschauermengen, TV-Auftritte und
media hype total. Heute gibt es nur noch wenige Ausnahmen unter
den Profi-Teams, die noch "traditionelle" stunts zeigen.
Die anderen sind just "dancing cheerleaders".
In den späten 70er Jahren wurden auch die alljährlichen
high school und college Meisterschaften im Cheerleading eingeführt.
80er Jahre: Cheerleading als internationale und anerkannte
Sportart- auch in Deutschland
Seit den 80er Jahren ist Cheerleading als Sportart offiziell anerkannt
und verfügt über ein festes Regelwerk.
Mit den ersten Football-Teams wurde auch das Cheerleading in Deutschland
populär. In den 90ern startete der Boom und viele neue Teams
formten sich. Diese Tendenz ist heute immer noch zu beobachten.
Cheerleading ist eine Sportart, die sich zwar nicht ständig neu
erfindet, aber stets neue Trends aufgreift - ohne aber das
"Erbe" der Geschichte und die Bedeutung des "Spirit" zu
vergessen. Und das mittlerweile weltweit.