Last updated 16/01/08

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Die Cheerleading-Entwicklung in Deutschland

Mit dem American Football kam auch nach und nach das Cheerleading nach Deutschland. Noch bis zum Ende der 70er Jahre wusste kaum jemand, was man unter Cheerleading verstehen sollte...

Football und Cheerleading in den 80er Jahren
Es gründeten sich Anfang der 80er Jahre innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Footballteams in vielen deutschen Städten. Um das amerikanische Flair zu komplettieren und die eigenen Mannschaften "standesgemäß" zu unterstützen, wurden im gleichen Zuge auch Cheerleading Teams aufgebaut. Die Entstehungsgeschichte ist an die Entwicklung des American Football in Deutschland gekoppelt. Das zeigt sich zudem in der Tatsache, dass im AFVD auch die Cheerleader mit mittlerweile an die 150 Squads organisiert sind. Es gibt aber auch "unabhängige Teams", die nicht für American Football aktiv sind, sondern anderen Vereinen angeschlossen sind.

Die ersten Meisterschaften in Deutschland
Seit einigen Jahren werden auch in Deutschland regionale und nationale Meisterschaften ausgetragen, aber dennoch steckt die Sportart im Vergleich zu den USA bei uns noch in den Kinderschuhen. Erster deutscher Cheerleading-Meister wurden die "Pantherettes" aus Düsseldorf im Jahre 1988. Ermittelt wurde dieser Titel damals noch eher als "Randveranstaltung" zum Football. Der "Spirit-Bowl", der 1991 stattfand, war die erste Veranstaltung allein für Cheerleader. 1992 wurde die zweite deutsche Cheerleading Meisterschaft als eigenständige Veranstaltung in Düsseldorf ausgerichtet. Der Titel ging damals an die "Ladies of spirit" von den Bremen Wolverines. Die Verantwortlichen der Meisterschaftsaustragung erkannten zu jenem Zeitpunkt, dass sich der Cheerleading-Boom in steigenden Teilnehmerzahlen ausdrückte, und eine Zugangsberechtigung zur Meisterschaft her musste.

Die ersten Landesmeisterschaften und der Blick auf Europa
Im Herbst 1992 wurden deshalb erstmals Landesausscheidungen ausgerichtet. Nur die beiden Erstplazierten jeder Kategorie durften an der deutschen Meisterschaft in Flensburg teilnehmen. Hinzu kamen die jeweiligen amtierenden Meister, die sich nicht qualifizieren mussten. Im Juni 1994 wurde ein entscheidender Schritt in Richtung Europameisterschaft getan. In Stuttgart wurde mit den "Eurobowl Stuttgart Classics 94" ein internationaler Wettbewerb ausgerichtet. Titelträger waren damals die Harburg "Rubberducks". Die fünfte deutschen Meisterschaft im Cheerleading fand in Leverkusen statt. Die Damengruppe "Canes Cheerleader" und das Mixed Team "Gold Flash" nutzten den Heimvorteil aus und wurden in ihren Sparten deutsche Meister. Die sechste Auflage der deutschen Meisterschaft fand in Berlin statt. Die Jury erlebte 1996 ihre größte Veränderung. Zu den Landesmeisterschaften 1996 waren nur ausgebildete Juroren zugelassen. And so forth...

Die Cheerleading-Szene heute: moving forward
Die Programme und Darbietungen der deutschen Teams werden stets anspruchsvoller und bieten einen guten Mix aus den Cheerleading Basics wie Stunts, Chants & Cheers und Entertainment für alle.
Die meisten deutschen Teams können sich aber auch heute noch nicht ganz mit dem Leistungen der meisten Teams aus den USA messen. Die Gründe dafür sind meistens darin zu finden, dass viele Squads hierzulande keine professionellen Trainer haben und sich vieles in Eigenarbeit aneignen. Über das Glück, Trainer aus den USA in ihren Reihen zu haben, verfügen nur wenige Teams. Um die deutschen Cheerleader mehr und mehr an den amerikanischen Standard heranzuführen, finden seit einiger Zeit vermehrt auch hierzulande Camps statt. Dort wird unter Anleitung professioneller Trainer meist ein komplettes Wochenende lang von morgens bis abends intensiv gecheert, getanzt, gestuntet und viel gelernt. Am Ende jedes Camps werden meistens herausragende Teilnehmer in verschiedenen Kategorien geehrt oder ausgezeichnet. Das soll dazu dienen, dass die Motivation gesteigert und besondere Leistungen anerkannt werden. Neben den offiziellen Camps der verschiedenen Organisationen finden jährlich neben den Landesmeisterschaften in den einzelnen Bundesländern auch offene Meisterschaften statt, im Rahmen derer sich die Teams in ihren Leistungen messen können.

Eine spannende und bewegende Entwicklung, die noch lange nicht abgeschlossen ist!

 

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